Das Trainingsraum-Modell zur Förderung
des eigenverantwortlichen Handelns
von Schülerinnen und Schülern
Das Ziel des TR-Prozesses
„Es ist nicht das Ziel des Prozesses,
das Verhalten zu kontrollieren.
Es ist auch nicht das Ziel,
die Schüler zu verändern,
noch eine brave Klasse zu haben,
noch die Schüler in Reih und Glied zu bringen.
Vielmehr ist es das Ziel,
eine Atmosphäre des Respekts zu schaffen.
Die Schaffung eines respektvollen Klimas in der Schule,
an dem alle in der Schule tätigen Menschen teilhaben!“
Edward E. Ford, „Teaching Respect Using RTP"
- Sie können mit mir einen Termin für ein erstes
Gespräch im kleinen Kreis zur Theorie und Praxis des Modells
vereinbaren.
- Oder auch einen Einführungs-Vortrag mit Gespräch vor dem gesamten LehrerInnen-Kollegium.
- Wir bieten auch Fortbildungen und Übungen an für
Lehrkräfte, die sich bereits für das Trainingsraum-Modell
entschieden haben und für die Lehrkräfte, die den
Trainingsraum betreuen
Hintergrund:
Das Trainingsraum-Modell (auch „Ford-Modell“ genannt
nach seinem Begründer Edward E. Ford oder
„Arizona-Modell“ nach dem Entstehungsland des Programms)
ist ein Programm zur Stärkung der Eigenverantwortlichkeit von
Schülerinnen und Schülern.
LehrerInnen aller Schularten machen sich tagtäglich Gedanken darüber, wie sie es schaffen können,
- sowohl einen guten Unterricht zu verwirklichen
- als auch im Klassenzimmer, im Schulhaus und im Umgang mit den
Elternhäusern eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts zu
erzeugen.
Manche haben dabei die verschiedensten Ideen praktisch umgesetzt,
„bewährte“ Verfahren des Verhaltensmanagements
angewandt und damit Erfolge erzielt - oder auch nicht.
Die Erkenntnis daraus lautet oft, dass wir um so mehr auf
Widerstand stoßen, je öfter wir versuchen, das Verhalten
anderer Menschen (SchülerInnen, KollegInnen, Eltern) zu
kontrollieren und zu beeinflussen. Konflikte entstehen, wenn einer den
anderen zwingen möchte, etwas zu tun, was dieser nicht will.
Das ist der Grundgedanke von Theorie und Praxis des
„Trainingsraum-Programms“, des „Programms des
Eigenverantwortlichen Denkens“ (Responsible thinking
Program“), das von Ed Ford in den USA entwickelt worden ist und
seit mehreren Jahren in Schulen aller Art in den USA, Australien,
Neuseeland und Deutschland eingesetzt wird.
„Der Prozess verlangt eine
völlig neue Art, Kinder wahrzunehmen und deren Art zu denken. Oft
übersehen Lehrkräfte und Schulverwaltung, dass sie ihren
SchülerInnen beibringen müssen, die Art ihres Denkens im
Umgang mit sich widersprechenden Zielen zu reorganisieren. Das
erfordert eine völlig neue Art des Umgangs mit den
Schülerinnen, der für einige Lehrkräfte nur schwer zu
akzeptieren ist. Für viele ist das nicht schwierig, […]
aber andere, eingeschlossen viele, die den Prozess verstanden haben,
erfolgreich erlernt und angewandt haben, fallen leicht in ihre alte
Gewohnheit des Ermahnens und Schimpfens [telling and yelling]
zurück. […] Ohne ständige Unterstützung und ein
tiefgehende Verständnis des Prozesses durch das Kollegium wird der
Prozess scheitern.“ (Ed Ford, Book One)
„Wesentliche
Merkmale eines guten Zusammenlebens/Arbeitens sind soziale Ordnung,
Leistungsfähigkeit sowie Freiheit des Einzelnen. Gelegentlich
überschreiten Schüler die hierzu vereinbarten Grenzen. Das
sind wichtige Situationen sozialen Lernens. Manche Lehrer verwechseln
hierbei Achtung der Schüler und Einfühlung in ihr Erleben mit
weicher Nachgiebigkeit. Andere fühlen sich zu schwach oder
überfordert, bei Grenzüberschreitungen die vereinbarten
Konsequenzen zu verwirklichen. […] Andere wiederum schimpfen und
werten Schüler ab. […] Sehr wichtig: Achtung und
Einfühlung sind keine Haltungen von Schwäche! Lehrer, die die
vereinbarten Konsequenzen bei Grenzüberschreitungen klar,
bestimmt, aber ohne Wertungen, Schimpfen oder Anschuldigungen
verwirklichen, lassen Schüler lernen: Grenzen können nicht
ohne Konsequenzen übertreten werden, Achtung und Einfühlung
beruhen auch auf Gegenseitigkeit.“
Reinhard Tausch:
Achtung und Einfühlung. – Kompass für didaktische und erzieherische Handlungen von Lehrern und Erziehern. 1999
Weiterführende und vertiefende Links:
*Coaching, Supervision, Counselling. Udo Alberts-Fleige. Tübingen (Stuttgart)
Ich arbeite zusammen mit Bettina Friedrich-Müller, Entspannungstrainerin, Neurobiologin (Tübingen-Bühl),
Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung,
Stressbewältigung, Klientenzentrierte Beratung