Beratung ist: Begegnung von Person zu Person

Einer meiner „Helden“, der
amerikanische Schriftsteller und emeritierte Professor Irvin David Yalom,
schrieb mit 75 Jahren:
„Die üppige Gelegenheit für Beziehungen ist exakt das,
was die Therapie für den Therapeuten so lohnend macht. Ich versuche einen persönlichen
und authentischen Bezug zu jedem meiner Patienten bei jeder Behandlungsstunde
herzustellen. Vor kurzem bemerkte ich einem engen Freund und Therapeutenkollegen
gegenüber, dass mir die Idee des Ruhestands, trotz meiner fünfundsiebzig Jahre,
immer noch fern liege. »Diese Arbeit ist so befriedigend«, sagte ich. »Ich
würde sie umsonst machen. Ich betrachte sie als ein Privileg.«
Er erwiderte umgehend: »Manchmal denke ich, ich würde dafür zahlen, um sie machen zu können.« - - -
Personzentrierte
Beratung ist keine Therapie, gleichwohl kann ich das, was Irvin Yalom
hier über die Beziehung in der Therapie sagt, auf den Beratungs-Prozess durchaus
übertragen.
Der Personzentrierte
Ansatz geht auf den (ebenfalls amerikanischen) Psychologen Carl Random
Rogers (1902-1987) zurück. Mit dem Begriff personcentered approach
wollte Carl Rogers ausdrücken, dass es in Therapie und Beratung zunächst nicht um
Anwendung von Methoden geht, sondern um die Begegnung von Person zu Person.
Rogers` Schlüssel-Erfahrung war es, dass
jede Person im Innern weiß, was wirklich für sie wichtig ist und was sie für
sich und die eigene Persönlichkeits-Entwicklung noch braucht - und dass sie dieses
im Gegenüber mit dem Berater für sich herausfinden und klären kann. Die
Beratung konzentriert sich auf die jeweilige Person, die Rat sucht, und ihr
eigenes Potenzial.
Der Personzentrierte Ansatz wurde von einem meinem
Lehrer, Reinhard Tausch (*1921), und von seiner Frau Anne-Marie (1928-1983) in
Deutschland bekannt gemacht, (im Osten Deutschlands von Johannes Helm und Inge
Frohburg).
Ich biete Ihnen: Personzentrierte Beratung mit den Schwerpunkten
- Partnerschafts- und Lebensberatung...
- Gay-friendly
- Beratung & Supervision für Lehrkräfte (auch Studierende, ReferendarInnen, Leitende)
- Das Trainingsraum-Modell zur Förderung der Eigenverantwortlichkeit von Edward E. Ford
- Lehrer-Coaching (u.a. nach dem Freiburger Modell von Prof. Joachim Bauer; ggf. auch in der Gruppe)
- Entspannung & Stressbewältigung (bei Bettina Friedrich-Müller)
"Je mehr ich gegenüber den Realitäten
in mir und in anderen offen bin,
desto weniger verfalle ich dem Wunsch,
herbeizustürzen und die Dinge in Ordnung zu bringen …,
Ziele zu setzen, Menschen zu formen,
sie in die Richtung zu manipulieren, in die ich sie haben möchte.