„Und das ist auch gut so…“

„Kinder auf das Leben vorzubereiten, partnerschaftliche Lebensentwürfe zu verwirklichen, das kann in ganz unterschiedlichen Strukturen gelingen: in der Ehe, in nicht-ehelichen und auch gleichgeschlechtlichen Familien, in Patchwork oder Einelternfamilien“

Ex-Bundespräsident Host Köhler in der Evangelischen Akademie Tutzing im Januar 2006


Zum Stern-Artikel

Ein Thema für die Schule:

In einer Schule mit 1000 SchülerInnen und 100 LehrerInnen:
  • Sind der Wahrscheinlichkeit nach ca. 50 -100 SchülerInnen gleichgeschlechtlich orientiert, also sicher 2 ganze Klassen,
  • sind der Wahrscheinlichkeit nach 5–10 LehrerInnen schwul oder lesbisch, auch natürlich in der Schulleitung,
  • sind statistisch mehr als 50 Väter oder Mütter homosexuell veranlagt.

Fast nirgendwo wird so offen gegen Schwule und Lesben gehetzt wie an Schulen.

Zahlreiche Studien belegen, wie verbreitet Homophobie und Hetze unter Jugendlichen sind - und dass beides in den vergangenen Jahren eher noch zugenommen hat. Zwar gehört Homosexualität längst zur Pop- und Jugendkultur, was in zahlreichen Soaps und Serien wie "The L-Word" zu besichtigen ist, doch die Akzeptanz auf dem Schulhof scheint das nicht erhöht zu haben. "Homosexualität ist immer noch mit dem gleichen Ausmaß an negativen Gefühlen verbunden wie vor 30 Jahren", heißt es in einer Studie des niedersächsischen Sozialministeriums. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch der Kieler Sozialpsychologe Bernd Simon. Er hat rund 900 Gymnasiasten und Gesamtschüler befragt, 14 bis 20 Jahre alt. Fast die Hälfte empfindet es als abstoßend, wenn sich Männer in der Öffentlichkeit küssen. Besonders hoch ist die Ablehnung der Studie zufolge unter Einwanderer-Kindern: Vier von fünf türkischstämmigen Jugendlichen finden den Kuss unter Männern eklig. Familiengeschichten

Wie belastend für einen Teil der Jugendlichen der Prozess des Bewusstwerdens ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung ist, zeigt sich daran, dass junge Schwule einen drei- bis viermal so hohen Anteil an Suizidversuchen und Suiziden aufweisen wie ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen. Jugendliche werden, wenn sie sich der eigenen Homosexualität bewusst werden, in den Medien mit Bildern und Klischees konfrontiert, die mit ihrem Leben wenig gemein haben. – In großen Städten wie Stuttgart (und auch in der Universitätsstadt Tübingen) können Jugendgruppen das auffangen, in Stuttgart z.B. gibt es die „Prinzen“ und die „Königskinder“ für männliche Jugendliche. - Im ländlichen Raum haben die Jugendlichen oft das Gefühl, „der Einzige mit dem Problem“ zu sein. Und: Die Angst vor einem Gespräch mit den Eltern ist häufig berechtigt. Übrigens: Auch Eltern von SchülerInnen entdecken manchmal erst nach Jahren, dass eine/r der Ehepartner gleichgeschlechtlich orientiert ist…

Ich biete an: Hilfreiche Gespräche, Beratung und qualifizierte Information

  • für gleichgeschlechtlich orientierte Schüler, (auch unabhängig von ihren Eltern),
  • für deren Eltern und Erziehungsberechtigte,
  • für Lehrerinnen und Lehrer,
  • für gleichgeschlechtlich orientierte Eltern/-teile,
  • für Schulleiter und Schulleiterinnen
Links für Eltern:


*Coaching, Supervision, Counselling. Udo Alberts-Fleige. Tübingen (Stuttgart) Ich arbeite zusammen mit Bettina Friedrich-Müller, Entspannungstrainerin, Neurobiologin (Tübingen-Bühl), Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Stressbewältigung, Klientenzentrierte Beratung